24/09/2026 0 Kommentare
Bericht vom Pilgerausflug von Islip nach Oxford
Bericht vom Pilgerausflug von Islip nach Oxford
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Bericht vom Pilgerausflug von Islip nach Oxford
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Pilgern von Islip nach Oxford
Zehn Pilgerinnen und Pilger, drei Kirchen, zwei treue Vierbeiner und ein sehr guter Grund für Pizza – Samstag, 19. September 2026

Auf offener Flur zwischen den Kirchdörfern: die Pilgergruppe mit Hund und Proviant im Gepäck.
Manchmal braucht es gar nicht mehr als festes Schuhwerk, einen Rucksack und ein bisschen Gottvertrauen ins englische Wetter. Am Samstag, den 19. September, war es endlich so weit: Der seit Wochen angekündigte Pilgerweg von Islip nach Oxford stand auf dem Programm, und zehn Gemeindemitglieder, darunter drei tapfere Jugendliche sowie zwei ausgesprochen wegkundige Hunde, fanden sich pünktlich an der St. Nicholas Church in Islip, nördlich von Oxford, ein. Der Himmel zeigte sich leicht bewölkt, das Thermometer kletterte auf angenehme 20 Grad – für eine Pilgerreise durch die englische Landschaft könnte man sich kaum bessere Bedingungen bestellen.
Wissenswert: St. Nicholas Church, Islip Der älteste Teil der Kirche stammt vom Ende des 12. Jahrhunderts, der markante Turm kam im 15. Jahrhundert hinzu. Islip gilt als Geburtsort Edward des Bekenners, der dem Ort im 11. Jahrhundert eine enge Verbindung zur Westminster Abbey verschaffte. Bis heute erinnert ein alter Taufstein in der Kirche der Überlieferung nach an seine Taufe. |
Nach einer kurzen, besinnlichen Andacht in den altehrwürdigen Mauern von St. Nicholas machte sich die Gruppe auf den Weg über Felder und Feldwege zur zweiten Station: der St. Giles Church in Noke, einer der kleinsten und stillsten Kirchen der Gegend; hier hielt Günther die Andacht. Wer erwartet hatte, dass zwischen Islip und Oxford nur Wiesen und Schafe zu finden sind, wurde eines Besseren belehrt, denn gleich drei Kirchen liegen auf der Strecke, jede mit ihrer ganz eigenen Geschichte.
Wissenswert: St. Giles Church, Noke Schon 1191 wird in Noke ein Priester erwähnt, die heutige, schlicht-schöne Steinkirche stammt in ihren Grundzügen von etwa 1270 und zählt zur frühenglischen Gotik. Mit ihrem kleinen Glockenturm gehört sie zu den unaufdringlichsten und ruhigsten Gotteshäusern der Umgebung. |

St. Giles Church in Noke – zweite Station der Pilgerstrecke.
Weiter ging es zur Holy Rood Church in Woodeaton, dort musste die Andacht wegen laufender Renovierungsarbeiten ins Freie verlegt werden, was der Stimmung allerdings keinen Abbruch tat. Im Gegenteil: Unter freiem Himmel, mit Blick auf die alten Grabsteine, wirkten die Worte fast noch eindringlicher. Passend dazu: In der Kirche verbirgt sich ein seltenes Wandgemälde des heiligen Christophorus aus dem 14. Jahrhundert, das Reisende der Legende nach vor einem plötzlichen Tod bewahren sollte – eine Zusage, die an diesem Tag gern mitgenommen wurde.
Wissenswert: Holy Rood Church, Woodeaton Die Kirche entstand um 1250–1275 und hat ihren mittelalterlichen Charakter bis heute weitgehend bewahrt. Ihren Namen verdankt sie einem alten Steinkreuz („rood“), das einst auf dem Dorfanger stand. Sehenswert sind neben dem Christophorus-Wandbild auch der Musikantenempore und Kirchenglocken aus dem Jahr 1680. |
Nach Woodeaton war zwar erst die Hälfte des Weges geschafft, doch das Wetter meinte es weiterhin gut mit den Pilgernden: Es blieb angenehm leicht bewölkt, und ein Regenschauer, der in der Ferne vorbeizog, machte einen höflichen Bogen um die Gruppe. Genug Zeit und Muße also für viele schöne Gespräche unterwegs zwischen Hecken, über Stile und an Weidezäunen entlang, wie es sich für eine richtige Pilgerwanderung gehört.
Nach insgesamt rund 11 Kilometern wurde die kleine Pilgerschar im Gemeindehaus in der Lathbury Road herzlich in Empfang genommen mit wohlverdienten, großzügig bemessenen Pizzen. Ein besonderes Lob gilt den jüngsten Teilnehmenden: Die drei Jugendlichen liefen die gesamte Strecke ohne ein einziges Murren mit, wenngleich die eine oder andere Portion Schokofrüchte und -nüsse am guten Durchhaltevermögen nicht ganz unbeteiligt war.
Ein herzliches Dankeschön geht an das Organisationsteam Familie von Billerbeck, sowie an Pfarrer Sebastian Fuhrmann, die diesen Tag möglich gemacht haben. Und weil ein Pilgerweg bekanntlich Lust auf den nächsten macht: Die kommenden Pilgerstrecken sind bereits ausgekundschaftet, wer mitpilgern möchte, darf schon mal die Wanderschuhe bereitstellen.
Lisa van Maasakkers
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